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[[Bild:KStA 20060721.jpg|thumb|Kölner Stadtanzeiger über [[Sigrids Risiken]]]]
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[[Bild:Aerzteblatt.jpg|thumb|Deutsches Ärzteblatt 46/2006 über [[Sigrids Risiken]]]]
==[[Kölner Stadtanzeiger vom 21. Juli 2006 über Sigrids Risiken]]==
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==[[Deutsches Ärzteblatt 46/2006 über Sigrids Risiken]]==
"Regisseur [[Stefan Kraft]] hat Fehlings knappen und dichten Text in Wiederholungsschleifen ausgelegt, so dass [[Heidrun Grote]] dieselben Phrasen mal kühl rezitiert, mal mädchenhaft naiv, mal jovial und abgeklärt ausspielt. Was anfangs wie Zeitschinderei wirkt, setzt durch Grotes souveränen Umgang mit Sprache bald Nebenschwingungen und unterschwellige Assoziationen frei. [[Brigitte Angerhausen]] am Piano und [[Anne Kaftan]] an der Bassklarinette kommentieren musikalisch exquisit."
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"Die Spuren der Erinnerung sind von Regisseur [[Stefan H. Kraft]] in Wiederholungsschleifen angelegt, welche die Figuren erst nach und nach in Fragmenten freilegen. Zur musikalischen Begleitung mit Improvisationen und Eigenkompositionen von [[Brigitte Angerhausen]] (Piano) und [[Anne Kaftan]] (Saxofon/Klarinette) spricht [[Heidrun Grote]] die Sigrid aus der Perspektive dreier verschiedener Persönlichkeiten. Mal sitzt sie breitbeinig da und gestikuliert raumgreifend, dann wieder lehnt sie kokett an der Wand oder verwandelt sich in eine unbeteiligte Erzählerin. Der Aktionsradius in der Wartezimmersituation ist minimal und kann als Metapher für die Handlungsmöglichkeiten der Protagonistin gelten. Postmodern zerfällt der Monolog. Was von einer Person begonnen wird, nimmt eine andere wieder auf. Diese setzt den Gedanken fort, um ihn bald darauf wieder abreißen zu lassen. Wie im Film fügen sich Worte, Musik, Geräusche und Bilder zusammen.
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Gerade, als es Sigrid „langsam langweilig“ wird („Wie lange soll das denn noch dauern?!“), wird sie schließlich von der Sprechstundenhilfe aufgerufen – und so endet die vielleicht kurzweiligste Zeit, die man in einem Wartezimmer verbringen kann."
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Aktuelle Version vom 20. November 2006, 12:34 Uhr

Deutsches Ärzteblatt 46/2006 über Sigrids Risiken

Deutsches Ärzteblatt 46/2006 über Sigrids Risiken

... "Die Spuren der Erinnerung sind von Regisseur Stefan H. Kraft in Wiederholungsschleifen angelegt, welche die Figuren erst nach und nach in Fragmenten freilegen. Zur musikalischen Begleitung mit Improvisationen und Eigenkompositionen von Brigitte Angerhausen (Piano) und Anne Kaftan (Saxofon/Klarinette) spricht Heidrun Grote die Sigrid aus der Perspektive dreier verschiedener Persönlichkeiten. Mal sitzt sie breitbeinig da und gestikuliert raumgreifend, dann wieder lehnt sie kokett an der Wand oder verwandelt sich in eine unbeteiligte Erzählerin. Der Aktionsradius in der Wartezimmersituation ist minimal und kann als Metapher für die Handlungsmöglichkeiten der Protagonistin gelten. Postmodern zerfällt der Monolog. Was von einer Person begonnen wird, nimmt eine andere wieder auf. Diese setzt den Gedanken fort, um ihn bald darauf wieder abreißen zu lassen. Wie im Film fügen sich Worte, Musik, Geräusche und Bilder zusammen.

Gerade, als es Sigrid „langsam langweilig“ wird („Wie lange soll das denn noch dauern?!“), wird sie schließlich von der Sprechstundenhilfe aufgerufen – und so endet die vielleicht kurzweiligste Zeit, die man in einem Wartezimmer verbringen kann."

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