Presse:2008 11 17 Aachener Nachrichten über den "Ersten Mnemetischen Salon"

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Prise von Humor, Tiefsinnigem und Erotik

Im "Ersten Mnemetischen Salon" der Galerie Rohs treffen drei starke Künstlerpersönlichkeiten vor Publikum aufeinander

Düren. Es war ein Abend voll geballter künstlerischer Authentizität. Drei starke Künstlerpersönlichkeiten taten sich mit ihrem "Ersten Mnemetischen Salon" in der Dürener Galerie Lutz Rohs zusammen, um Literatur, Grafiken, Videokunst und Musik zu präsentieren.

Erfrischend weit weg vom normalen Galeriebetrieb und jenseits des Kunst-Mainstreams. Jeder mit seinen Mitteln und in seinem Genre. Und davon schien ein jeder der drei Künstler im Überfluss zu besitzen. Klaus Fehling, Michael Hutter und Uli Winters sind nicht nur erfolgreiche Künstler, sondern vor allem Freunde, die sich schon seit langem auf ihrem künstlerischen und persönlichen Weg begleiten und bereichern.

Sie überraschten ihr Publikum mit fantastischen, poetischen, skurrilen Eindrücken, gewürzt mit einer ausgewogenen Prise Humor, Tiefsinnigkeit und Erotik. Ob der Maler und Autor Michael Hutter aus seinem Moritaten-Buch über den mittelalterlichen Barden Melchior Grün las, der wie aus der Welt eines Hieronymus Bosch entsprungen, die unglaublichsten mystischen Abenteuer zu bestehen hatte, oder ob der Theater-Autor und Schriftsteller Klaus Fehling sich mit der Gitarre bei seinen witzig, spritzigen Songs begleitete - die Qualität und das Timing stimmten dabei immer. Egal, ob der Installations- und Videokünstler, Musiker Uli Winters per Film eine interaktive Ferntherapie simulierte oder zusammen mit Klaus Fehling eines seiner erfolgreichen "kölschen Mundart-Lieder" zelebrierte: Immer lagen, trotz aller Unterschiedlichkeiten, auch ihre Gemeinsamkeiten in der Luft. Die lagen vor allem darin, die Dinge auch tief unter der Oberfläche wahrzunehmen, diese Erkenntnisse durch ihre ihnen eigenen "Kunstfilter" zu schicken und sie abschließend so eindringlich darzustellen, dass auch ein späterer Betrachter sie versteht oder Freude daran hat. Mit "Erster Mnemetischer Salon" hat der Dürener Galerist Lutz Rohs einmal mehr seine "Bühne" für außergewöhnliches und zudem anspruchsvolles geöffnet. (avl)