Presse:2006 10 17: Wolfsburger Allgemeine Zeitung über "Weinhaus Wolf"

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WAZ vom 17. Oktober 2006

Der Mordfall Schmücker im Theater: Der Terror, der aus Wolfsburg kam

(apo) Ein Theaterstück namens „Wolfsburg” plant der Kölner Dramaturg Klaus Fehling. Darin geht es um die Geschichte des Schmücker-Mordes im Jahr 1974, die Ermittlungen des Staatsschutzes betrafen die damalige Wolfsburger Kommune Bäckergasse. Den Stoff fand Fehling spannend: „Im nächsten Jahr ist Uraufführung des Stückes”, sagt er.

Eher zufällig stieß der Dramaturg bei Recherchen auf den juristisch nie geklärten Mord an Ulrich Schmücker (siehe Text rechts), den die Linksradikalen als V-Mann des Verfassungsschutzes enttarnt hatten. Besonders interessierte Fehling die Rolle eines zweiten Mitarbeiters des Verfassungsschutzes. „Aus dieser Figur möchte ich ein Monolog-Stück machen.”

Erste Textgrundlagen gibt es schon, die Finanzierung des Projekts stellt der Kölner gerade auf die Beine. Noch ist „Wolfsburg” nur der Arbeitstitel. „Aber das wird vermutlich auch so bleiben. Wolfsburg spielt in dem Fall schließlich eine entscheidende Rolle, ist eine ungewöhnliche Stadt für eine Terroristenzelle.” Deshalb möchte der Dramaturg bald in die VW-Stadt kommen, um für sein Stück Eindrücke zu sammeln. Ein rein historisches Werk soll „Wolfsburg” allerdings nicht werden. „Mir geht es mehr um die Auseinandersetzung mit Themen wie vorauseilendem Gehorsam”, so Fehling.

Die Uraufführung des Werkes ist für 2007 geplant – in Köln. Fehling: „Sollte in Wolfsburg Interesse an einer Aufführung bestehen, würde ich das gerne machen.”